Geschrieben von: Bernward Schlossarek 04. Mai 2011
Neustädter Modell regionsweit einführen
Den erfolgreichen Schulversuch „Neustädter Modell“ auf die ganze Region Hannover auszuweiten, fordert der schulpolitische Sprecher der CDU-Regionsfraktion, Bernward Schlossarek. Anlässlich eines Besuchs des Arbeitskreises Schule in der Berufsbildenden Schule in Springe konnten sich die Regionsabgeordneten über die erfolgreiche Arbeit der Kooperation von Hauptschulen und BBS überzeugen. Die Kooperation nach Vorbild des mehrfach ausgezeichneten Neustädter Modells besteht seit dem Schuljahr 2009/2010.
Bei dem Projekt nehmen Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Jahrgangs der Hauptschule am Fachpraxis- und Fachtheorieunterricht der Berufsbildenden Schule teil. Durch diese Verzahnung zwischen dem allgemein bildenden und dem berufsbildenden Bereich der jeweiligen Schulen sollen die Schülerinnen und Schüler eine systematische berufliche Orientierung erhalten, die sie auf den Übergang von der Schule in den Beruf besser vorbereitet und ihre Ausbildungsfähigkeit und Berufswahlreife nachhaltig steigert. Die BBS Neustadt, die Vorreiter bei der Einführung des Schulversuchs gewesen ist, hat durch die Bildung eines Verbunds mit dem Hauptschulzweig der KGS in Neustadt die Zahl der Hauptschulabgänger ohne Abschluss erheblich gesenkt. Der Eintritt in die duale Berufsausbildung verdoppelte sich auf die Quote von 60% der Schülerinnen und Schüler.
Wie der schulpolitische Sprecher der CDU-Regionsfraktion, Bernward Schlossarek, mitteilt, sind die Resultate des „Neustädter Modells“ auch in Springe so ermutigend, dass sich auch die übrigen Berufsbildenden Schulen in der Region Hannover bemühen sollten, den erfolgreichen Schulversuch umzusetzen.
„Die Schülerinnen und Schüler, mahnt Schlossarek, stehen für uns im Mittelpunkt. Sie sind unsere Zukunft. Daher ist es so wichtig, dass dieses Modell in der Region Hannover Schule macht.“ Er geht davon aus, dass die Zusammenarbeit von Hauptschulen und mit den Berufsbildenden Schulen in der Region Hannover flächendeckend angestrebt werden muss. Die Region Hannover ist für diese Weiterentwicklung des Schulwesens gut aufgestellt: Die 12 Berufsbildenden Schulen in der Landeshauptstadt und die 3 BBSen im Umland Region Hannover sind in der Lage mit den Hauptschulen, den Hauptschulzweigen der Gesamtschulen und der neuen Schulform Oberschule zu kooperieren.
In diesem Sinne erwartet der Lehrter Regionsabgeordnete, dass weitere Berufsbildende Schulen Verbünde mit Hauptschulen bilden werden.